Messier 45 – Die Plejaden (Siebengestirn)
Die Plejaden sind wohl der bekannteste offene Sternhaufen am nördlichen Himmel. Im Sternbild Stier gelegen, sind sie bereits mit bloßem Auge mühelos als kleine, funkelnde Gruppe erkennbar. Astronomisch gesehen handelt es sich um eine Ansammlung von mehr als 1.000 Sternen, die mit etwa 100 Millionen Jahren vergleichsweise jung sind.
Das Besondere an fotografischen Aufnahmen der Plejaden ist der faszinierende interstellare Staub, der die hellen Hauptsterne umgibt. Das Licht der heißen, blauen Sterne wird an diesem Staub reflektiert, wodurch der charakteristische blaue Nebelschleier entsteht.
Zwischen Mythologie und Technik: In der griechischen Mythologie verkörpern sie die sieben Töchter des Atlas und der Pleione. Um diese „sieben Schwestern“ und den sie umgebenden Staubnebel vollständig abzubilden, war bei meiner Brennweite von 1000 mm ein Mini-Mosaik erforderlich. Hierfür wurden zwei Aufnahmen präzise nebeneinander positioniert und zu einem Gesamtbild verschmolzen, um die majestätische Weite dieses Objekts ohne Beschnitt zu präsentieren.
AUFNAHMEDATEN:
| Aufnahmedatum: | Jänner 2024 |
| Entfernung: | 444 Lichtjahre |
| Belichtungszeit: | 40 x 180sec.” = 2h |
| Montierung: | Skywatcher EQ6-R PRO |
| Teleskop: | Skywatcher Explorer 200PDS/1000 |
| Korrektor: | TS-Optics 2″ 1.0x Superflat 4-Element |
| Kamera: | Omegon veTec 571c |
| Filter | Optolong L-Pro |
| Guiding: | Off Axis Guider | ZWO ASI 120MC-S | PHD2 |
| Beobachtungsort: | Wien – Terrasse |
| Bortle-Skala | 6 |
