Der westliche Cirrusnebel – Hexenbesen & Sturmvogel (3-Panel Mosaik)
Der westliche Teil des Cirrusnebels (NGC 6960) ist einer der spektakulärsten Supernova-Überreste am Nordhimmel. Das Bild zeigt die filigranen Gaswolken im Sternbild Schwan, die vor etwa 8.000 Jahren bei der Explosion eines massereichen Sterns mit gewaltiger Energie ins All geschleudert wurden.
Besonders markant ist der helle Stern 52 Cygni, der wie ein strahlender Ankerpunkt inmitten der Nebelstrukturen wirkt. Die leuchtenden Filamente, die aufgrund ihrer Form auch oft als „Hexenbesen“ bezeichnet werden, entstehen durch Schockwellen, die auf das interstellare Medium treffen. In dieser Aufnahme treten die verschiedenen Gasschichten deutlich hervor: Während der Wasserstoff in tiefem Rot leuchtet, schimmert der doppelt ionisierte Sauerstoff (OIII) in kühlen Blau- und Türkistönen.
Besonderheit der Aufnahme: Da dieser Nebelkomplex eine enorme Ausdehnung am Himmel besitzt, wurde die Aufnahme als 3-Panel-Mosaik realisiert. Nur durch dieses Verfahren war es möglich, den gesamten „Sturmvogel“ in seiner vollen Länge und mit höchster Detailtiefe abzubilden, ohne die zarten äußeren Ausläufer der Gaswolke zu beschneiden.
AUFNAHMEDATEN:
| Aufnahmedatum: | September 2022 |
| Entfernung: | 2400 Lichtjahre |
| Belichtungszeit: | 29 x 3 Minuten” = 1,5 h |
| Montierung: | Skywatcher EQ6-R PRO |
| Teleskop: | Skywatcher Explorer 200PDS/1000 |
| Korrektor: | TS-Optics 2″ 1.0x Superflat 4-Element |
| Kamera: | Omegon veTec 571c |
| Filter | Optolong L-Pro |
| Guiding: | Off Axis Guider | ZWO ASI 120MC-S | PHD2 |
| Beobachtungsort: | Wien 1100 |
| Bortle-Skala | 7 |
